Goldenes Priesterjubiläum von Pfarrer Bernhard Möller in Wölf

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Mit einem Festgottesdienst begannen die Feierlichkeiten zum Goldenen Priesterjubiläum von Pfarrer i. R. Bernhard Möller in Wölf. In der Kirche Pauli Bekehrung feierte der Jubilar in Konzelebration mit Prof. Dr. Dr. Lothar Ullrich, Erfurt, der auch die Festpredigt hielt, den Priesterbrüder Udo und Martin Montag, Sonneberg und Beuren und Geistlichem Rat Pfarrer Josef Schlitt, Eiterfeld die Eucharistie. Im Anschluss daran war die Gemeinde zum Empfang in Hilperts Saal eingeladen.

Pfarrer Bernhard Möller war am 25. April 1954 im Erfurter Dom durch Weihbischof Joseph Freusberg zum Priester geweiht worden. Geboren am 20. August 1928 in Borsch in der Rhön, legte er 1948 sein Abitur am Fuldaer Domgymnasium ab und studierte Theologie in Fulda und Neuzelle. Nach der Priesterweihe wirkte der Jubilar als Kaplan in Apolda, war Pfarrkurat in Weberstedt und Brotterode und seit dem Jahre 1963 über dreißig Jahre als Pfarrer in der Pfarrei St. Bonifatius in Wendehausen. Seit August 1995 ist Bernhard Möller im Ruhestand als Pfarrer in der Pfarrkuratie Pauli Bekehrung in Wölf, Mengers, Oberweisenborn und Erdmannrode tätig.

In der Festpredigt hob Professor Ullrich hervor, dass das priesterliche Leben des Jubilars von dem " Adsum - Ich bin bereit" geprägt sei. Dieses Versprechen, das der Weihekandidat vor 50 Jahren dem Bischof gegeben habe, habe Möller mit der Gnade Gottes und gutem Willen durchgehalten. In seinem Rückblick ließ der Prediger den Wandel der Weltkirche Revue passieren, in dem er an die fünf Päpste in dieser Zeit erinnerte. Besonders das von Papst Johannes XXIII. eröffnete Konzil habe wesentliche Neuerungen in der Kirche bewirkt, wie die Reform der Liturgie und die Gründung von Pfarrgemeinderäten, für uns heutige Menschen Selbstverständlichkeiten. Papst Johannes Paul II. sei "während der roten Diktatur" ein Zeichen von Freiheit in der Weltkirche gewesen, das Mut gemacht habe.

Mit der Theologie des Priestertums, die beinhalte Priester für die Gemeinde und Christ mit der Gemeinde zu sein und der Kirchenkonstitution des 2. Vatikanischen Konzils beschrieb der Festprediger Amt und Aufgabe des Jubilars. Das Leben eines Christen werde zum "Gottesdienst des täglichen Lebens", das sich in der Eucharistie mit dem "Opfer des Herrn" verbinde und so vollende. Der Priester habe dabei Vollmacht ohne die keine Eucharistiefeier zustande kommen könne. Doch ebenso wichtig sei die Hingabe der Mitfeiernden an Gott durch Jesus Christus im Heiligen Geist. Pfarrer Bernhard Möller habe sich so immer als Gesandter und nie als Hochwürden verstanden.

Am Schluss des Gottesdienstes dankten Beate Reinhardt und Hubert Mörmel in Vertretung der Pfarrei für die neun Jahre, in denen Pfarrer Möller seinen Dienst als Seelsorger in der Pfarrkuratie getan habe, wünschten " eine Riesenportion Gesundheit", dass er ihnen noch viele Jahre erhalten bleibe und überreichten eine Paulusstatue, die Holzschnitzer Thomas Vogel aus Empfertshausen geschaffen hatte. Musikalisch umrahmt hatten den Festgottesdienst die Schola aus Wendehausen (Leitung Karl - Josef Montag), die Pfarrer Bernhard Möller gegründet hatte, der Chor Musica Nova Wölf (Leitung Martina Wolf) und an der Orgel Bettina Schön, Mackenzell.
Angeführt vom Musikverein Wölf (Dirigent Josef Riedl), der den Jubilar vor dem Gottesdienst am Pfarrhaus abgeholt hatte, zog die Festgemeinde durch das Dorf, wo Pfarrer Bernhard Möller unzählige Hände schütteln musste. Dabei wurde nochmals deutlich dass er ein Seelsorger in Mitten der Menschen ist. Gleiches drückte auch die große Anzahl der Reden und Beiträge beim anschließenden Empfang, verbunden mit einem Pfarrfest aus. So bezeichnete Pfarrer Alois Burghardt aus der ehemaligen Pfarrei des Jubilars diesen als einen Menschen aus der Rhön dessen Herz für die Rhön schlage. Möller habe dafür Sorge getragen, dass auch in der Sperrzone Kreuze ihren Platz in den Häusern gehabt hätten.

Dechant Hubert Brähler, Borsch verglich Möller mit einem Basalt, tief schwarz, an dem man sich reiben könne, der aber als Unterbau auch ein tragfähiges Pflaster für den Glauben abgebe. Nicht nur zur Freude des Jubilars zeigten die Kleinsten als Lollipopps, gekonnt geschminkt und in Turnerkleidung, mit "Theo ist Fit" einen Tanz und überreichten jedes eine mit einem Wunsch versehene Rose. Bürgermeister Hermann - Josef Scheich betonte, dass das Priesterjubiläum einen hohen Stellenwert habe und gratulierte für den Gemeindevorstand und die gemeindlichen Gremien der Marktgemeinde Eiterfeld. Pfarrer Bernhard Möller sei ein zuvorkommender, sympathischer Zuhörer mit viel Lebensweisheit. Für den Katholischen Kirchbauverein Oberweisenborn dankte Markus Witzel und hob hervor, dass die regelmäßige Feier von Gottesdienste in der Kapelle eine Bereicherung sei.

Dankesworte sprachen für die Frauengemeinschaft Wölf Anneliese Vaupel und für die Vereinsgemeinschaft Wölf Peter Meschede und überreichten Geldspenden, die Pfarrer Bernhard Möller für einen "Guten Zweck" verwenden wird. Ortsvorsteher Oliver Wiegand, Wölf wies darauf hin, dass der Ruheständler eigentlich wegen der großen Anzahl von Taufen, Trauungen und Kommunionfeiern kaum zu Ruhe gekommen sei und dankte für dessen Herzenswärme. Der Oberweisenborner Ortsvorsteher Winfried Trost konnte dem nur beipflichten und hob Möllers Einsatz für die St. Antoniuskapelle hervor.

Als besonderes Geschenk konnte die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Beate Reinhardt ein selbstgestaltetes Fotoalbum überreichen, dass einen guten umfassenden dokumentarischen Eindruck über Möllers Wirken in den neun Jahren vermittelt. Dietlinde Schmied, ehemals Apolda und heute in Fulda lebend, erinnerte an ihre Erlebnisse mit dem jungen Kaplan, der es verstand die jungen Menschen für Gott zu begeistern. Pfarrer Josef Schlitt beschloss die Reihe der Redner und bezeichnete den Jubilar als eine wertvollen Arbeiter im Weinberg Gottes dem die Feier der Eucharistie und das Gebet wichtig seien. Als ständige Aushilfe sei Pfarrer Bernhard Möller eine segensreiche Entlastung im seelsorglichen Dienst.

Mit einem Rollenspiel gaben Hubert Mörmel als Pfarrer, Rosi Meissmer, Thomas Kehl und Peter Meschede einen Einblick, wie es Pfarrer Bernhard Möller geht, wenn er durch Wölf läuft. Dabei spielten der Besuch der Heiligenstädter Karfreitagspassion ebenso eine Rolle, wie die Diskussion um die Kirchenrenovierung und die Suche nach einem Küster. Zuvor hatte die Schola aus Wendehausen noch mit Chorsätzen den Jubilar geehrt und der Chor Musica Nova beschloss mit seiner musikalisch Gratulation den offiziellen Teil.


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