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Friday, November 16th  
Erlebnis Uganda; Diavortrag am Fr. 27.4 19:00
Wölf meets Uganda:

Am 14. März 2007 ab 17.30 Uhr wurde es lebendig in der Dorfmitte vor der Kirche in Wölf. Viele Leute, Verwandte und Bekannte der 11 Uganda-Fahrer hatten sich dort versammelt um die Heimkommenden zu begrüßen. Gegen 18.15 Uhr kamen dann auch die 4 Pkw´s an, die die Reisegruppe am Fuldaer Bahnhof abgeholt hatten. Unter Glockengeläut gab es stürmische Begrüßungsszenen und Freudentränen über die glückliche Heimkehr der 7 Frauen und 4 Männer.

Anschließend hielt Pfarrer Bernhard Möller eine kurze Dankandacht in der Kirche. Der Chor „Musica Nova“ sang wie auch bei der Abreise ein neu getextetes Lied speziell für die Reisegruppe. Nachfolgend traf man sich noch im DGH Wölf zu einem Imbiss, wo erste Erfahrungen ausgetauscht wurden.

Mit Pfarrer Rogers Biriija aus Hoima/Uganda, der ein Teil seines Studiums vor einigen Jahren in Fulda absolvierte, besteht seit über 4 Jahren eine freundschaftliche Verbindung. Auf seine Einladung hin besuchten die 11 Mitglieder aus der Pfarrei Wölf seine Heimat.

Pfarrer Rogers hatte ein umfangreiches Programm für den Besuch aus Deutschland vorbereitet. So wurden Besuche in einigen Pfarreien von befreundeten Priestern, wie z. B. Pfarrer Joseph durchgeführt. Dabei wurden die Besucher mit Begeisterung und großer Herzlichkeit empfangen. Es wurde besonders deutlich, dass sich die Gläubigen, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in diesem afrikanischen Land, bei Neubauprojekten von Kirchen und Pfarrhäusern besonders engagieren. Hier konnte man erfahren, dass die Priester neben ihrer seelsorgerischen Tätigkeit sehr viel Zeit für die Beschaffung und Finanzierung der Baumaterialien sowie die Organisation und Umsetzung dieser Gemeinschaftsprojekte aufbringen. Eine Pfarrei kann hier bis zu 50.000 Gläubige umfassen, die oft weit verteilt in einzelnen Dörfern in Busch- und Waldregionen leben. Das wiederum bedeutet, dass die Seelsorger sehr oft große Entfernungen auf staubigen und mitunter schlechten Straßen und Wegen auf sich nehmen müssen. Unterstützt werden sie dabei aber auch von engagierten Pfarreimitgliedern und ausgebildeten Katecheten in den Dörfern.

So konnte die Reisegruppe auch mehrere Gottesdienste mitfeiern, die teilweise unter Bäumen oder in einfachen Zelten stattfanden. Die Messfeiern, die immer von rhythmischen Liedern und Trommelklängen der Einheimischen umrahmt wurden, waren ein besonderes Erlebnis. Aber auch die Gäste nutzten die Gelegenheit, sich mit deutschen und englischen Liedern an den Gottesdiensten zu beteiligen.

Ein besonderes Ereignis war die Begegnung mit dem Bischof von Hoima, der die deutschen Besucher zu einem Treffen in sein Bischofshaus eingeladen hatte.

Ein sehr wichtiges Ziel der Reise war jedoch der Besuch der neu errichteten Schule „Andrea Kaahwa Comprehensive School“ in Kooki Haibaale. Das erste Gebäude mit acht Klassenräumen ist bereits fertiggestellt. Vier Klassen werden dort seit Ende Januar 2007 unterrichtet. Zwei Räume sind als Schlafsäle umfunktioniert für die Kinder, deren Schulweg zu weit ist. In den beiden anderen Räumen sind zur Zeit das Sekretariat und das Lehrerzimmer provisorisch untergebracht. Ein weiteres Gebäude, worin sich die Lehrwerkstätten und künftig das Sekretariat und die Büros befinden werden, soll bis zum Sommer fertig gestellt sein. Auch die Grundmauern für eine Kirche sind schon errichtet. Als letztes soll noch ein Internat gebaut werden.

Die Reisegruppe konnte feststellen, dass das bisher von Wölf gespendete Geld hier sehr gut angelegt wurde zumal sich die Schule in einer ländlichen Region befindet. Nun haben auch die Kinder dieser Gegend die Möglichkeit, mit einem qualifizierten Schulabschluss das Berufsleben zu beginnen.

Uganda ist ein überwiegend fruchtbares Land mit üppiger und vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt. So stand auch ein Besuch im Murchison-National-Park auf dem Programm. Eine besondere Sehenswürdigkeit sind hier die Murchison-Falls, wo der im Viktoriasee entspringende Nil mit seinen tosenden Wassermassen in die Tiefe stürzt. Außerdem konnte man hier Elefanten, Nilpferde, Springböcke, Krokodile, Affen, Vögel und andere Tiere in freier Wildbahn beobachten.

Die Reise in das ferne Land in Afrika wurde in vielen Bildern und Videoaufnahmen festgehalten, die im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Wochende, 27, 28 oder 29. April im Saal der Gastwirtschaft Hilpert in Wölf vorgestellt werden. Darüber hinaus ist eine weitere Veranstaltung im gleichen Zeitraum in Eiterfeld geplant. Ein Termin hierzu wird noch mitgeteilt.

Link zum Beitrag im Eiterfelder Blättchen
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